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Lieder

Ostpreussisches Reiterlied
Deine Söhne, Land im Osten,
auf der Grenzwacht letztem Posten
stehn die Hand am Sattelknauf;
dass ein jeder Reiter werde
wuchsen deine edlen Pferde
auf dem Heimatboden auf.
Horch, es klingt aus alten Tagen
wildes Lied und Heldensagen
Reiterkampf auf grüner Heid`;
Vaterlands- und Brudertreue,
stets bewahrt, bewährt aufs neue,
Reiter denkt der alten Zeit!
Kameraden aufgesessen!
Wird kein Hindernis gemessen,
wenn das Herz im Felde fliegt.
Jagd auf grünen Weiten,
seht, wir reiten durch die Zeiten
ungehemmt und unbesiegt.
Sind der Heimat eingeschworen,
sind dem Sattel schon geboren
und auf ewig ihm geschenkt;
denn die Preußenreiter reiten,
bis sie aus dem Sattel gleiten
wenn der Tod die Flagge senkt.
Heil`gen Brauches sind wir Erben,
lass ihn, Herrgott, nimmer sterben,
unsern alten Reitergeist!
Gib uns deines Windes Schwingen
einst, wenn die Fanfaren klingen
und es wieder reiten heißt.
Wohl, dann werden unsre Scharen
wie ein heilig Wetter fahren
durch die Nacht, die dich bedroht,-
Preussenerde, Heimaterde,
von den Rücken unserer Pferde
grüssen wir das Morgenrot.
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